Informationen
Erscheinungsformen von ethischen Problemen
Die Fachgruppe Ethik und Soziale Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (Öffnet in einem neuen Tab) (DGSA) lädt herzlich zum diesjährigen Tag der Ethik der sozialberuflichen Praxis ein, der unterschiedlichen Erscheinungsformen von ethischen Problemen gewidmet ist und somit einen Beitrag zur Sensibilisierung der Wahrnehmung leisten will.
Mit dem Tagungsthema „Ethische Probleme“ soll im Unterschied zur fachwissenschaftlichen und rechtlichen Reflexion sozialberuflichen Handelns ausdrücklich die ethische Perspektive in den Mittelpunkt gestellt werden. Von diesem Gesichtspunkt ausgehend können unterschiedliche ethische Problemlagen erkundet sowie bewusst und ergänzend zu unserer Intuition wahrgenommen werden. Dieser Prozess findet bislang meist gezielt im Rahmen diverser Modelle ethischer Fallberatung statt.
Im akademischen Diskurs wird zunehmend ausführlicher darüber diskutiert, mit welchen Arten von ethischen Problemen Fachkräfte in der sozialberuflichen Praxis konfrontiert sein können. Neben „moralischen Dilemmata“ (vgl. Prinzipienorientierte Modelle ethischer Fallbesprechung) oder „Mandatskonflikten“ (vgl. Doppel-/Tripelmandat in Diskursen der Sozialen Arbeit) werden bspw. auch „Anwendungskonflikte von professionsmoralischen Ansprüchen“ (z.B. Autonomie achten bei Personen in psychotischen Krisen) oder Formen der „Bedrohung der moralischen Integrität“ (vgl. Diskurse im Kontext von moral distress) thematisiert. In drei Impulsbeiträgen auf der Basis von moralisch herausfordernden Fallkonstellationen aus dem Praxisfeld der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit sowie der Kinder- und Jugendhilfe mit anschließender Diskussion wollen wir daher gemeinsam erkunden, mit welchen Erscheinungsformen ethischer Problemlagen wir in der beruflichen Praxis konfrontiert werden und wie wir uns diese am besten mit welchen Begriffen verständlich machen können. Auf diese Weise erhalten wir einen (ggf. neuen) Einblick in das weite Spektrum ethischer Konflikte in verschiedenen Handlungsfeldern Sozialer Arbeit im Sozial- und Gesundheitswesen. Analog zu einem fachwissenschaftlichen Fallverstehen im Sinne einer entsprechenden Diagnostik zeigen sich mit der Einnahme einer ethischen Perspektive ggf. weitere Bestandteile für eine Konzeption einer Landkarte ethischer Problemlagen.
Programm
| 10:00 - 10:15 Uhr | Eröffnung | Prof.in Dr. Stefanie Rosenmüller und Prof. Dr. Michael Leupold |
| 10:15 – 11:45 Uhr | Ethische Probleme in der stationären Kinder- und Jugendhilfe Der Fall D - Nähe und Distanz des Urteilens |
Prof.in Dr. Stefanie Rosenmüller und Benjamin Hantke |
| 12:00 – 13:30 Uhr | Ethische Probleme im Kontext von Palliative Care | Prof.in Dr. Verena Begemann und Mareike Fuchs |
| 13:30 – 14:30 Uhr | Mittagspause | |
| 14:30 – 16:00 Uhr | Ethische Probleme in sozialen Organisationen Eindrücke aus 10 Jahren mit ethischer Supervision und der Leitung von Ethikforen in der Schweiz |
Prof. Dr. Peter A. Schmid |
| 16:10 – 17:00 Uhr | Resümee und Abschluss |
Referierende
- Prof.in Dr. Stefanie Rosenmüller (Öffnet in einem neuen Tab) , Fachhochschule Dortmund
- Benjamin Hantke (Öffnet in einem neuen Tab) , MA Soziale Nachhaltigkeit und demographischer Wandel, Fachhochschule Dortmund
- Prof.in Dr. Verena Begemann (Öffnet in einem neuen Tab) , Hochschule Hannover
- Mareike Fuchs (Öffnet in einem neuen Tab) , Dipl. Sozialpädagogin/-arbeiterin, Palliative Care (M.Sc.), stellvertretende Leitung Malteser Hospiz-Zentrum Bruder Gerhard, Hamburg
- Prof. Dr. Peter A. Schmid (Öffnet in einem neuen Tab) , Hochschule Luzern/Schweiz
Material
Ausgewählte Fallvignetten aus den jeweiligen Praxisfeldern zu den jeweiligen Impulsbeiträgen finden Sie hier (Öffnet in einem neuen Tab) .
Fallbezogene Einblicke in das weite Feld möglicher ethischer Problemlagen in Gesundheitsberufen sowie in der gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit finden Sie hier (Öffnet in einem neuen Tab) .
Zielgruppe
Zielgruppe sind Fachkräfte in Praxisfeldern der Sozialen Arbeit, Lehrende an Hochschulen, Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen Sozialer Arbeit sowie Fachkräfte, die in multiprofessionellen Teams in Praxisfeldern der Sozialen Arbeit tätig sind, insbesondere in Gesundheitsberufen; ferner alle am Thema Interessierten.
Der Fachtag ist bei der Ärztekammer anerkannt. Die Anerkennung des Fachtages bei der Ärztekammer haben Prof.in Dr. med. habil. Britta Galling (Öffnet in einem neuen Tab) (HAW Hamburg) und Alexander Harbst M.A. Soziale Arbeit (DVSG, Hamburg) organisiert.
Anmeldung
- Bis spätestens 27.02.2026 per Mail bei Marie Meinhard.
- Teilnehmende können eine Teilnahmebestätigung erhalten. Geben Sie bitte bei der Anmeldung an, ob Sie eine solche benötigen.
- Für diese Veranstaltung wird bei der Ärztekammer Hamburg eine Akkreditierung beantragt. Geben Sie daher bitte unbedingt bei der Anmeldung an, ob Sie diese ggfs. in Anspruch nehmen wollen.
Prof. Stefanie Rosenmüller, Dr.
- 0231 91124911
Im Semester: Mittwochs ab 9.30-11.00
Vorlesungsfreie Zeit: nach Vereinbarung per E-mail
Veranstalter
Veranstalter: Fachgruppe Ethik und Soziale Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA)
Organisation: Prof.in Dr. Stefanie Rosenmüller (Fachhochschule Dortmund) und Prof. Dr. Michael
Leupold (HAW Hamburg).