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Abstract
Zusammenfassung
Hintergrund
Die Erfahrung des Bereuens der Elternschaft ist nach wie vor mit Stigmatisierung verbunden. Bislang existieren nur begrenzte Erkenntnisse über die Häufigkeit und die zugrunde liegenden Faktoren, die dieses Phänomen beeinflussen.
Ziel
Diese Studie untersucht Zusammenhänge zwischen dem Bereuen von Elternschaft und Depressivität, Kosten-Nutzen-Erwartungen, demographischen Variablen sowie sozioökonomischem Hintergrund.
Methodik
Es wurde eine hierarchische Regressionsanalyse mit Daten der 12. Welle des Beziehung- und Familienpanels (pairfam) durchgeführt. Die Stichprobe umfasste 2100 Personen (M = 40,29 Jahre; 62 % weiblich, 38 % männlich).
Ergebnisse
11 % der Teilnehmenden würden sich nicht oder eher nicht erneut für Kinder entscheiden. Bereute Elternschaft war mit einem niedrigeren Lebensalter der Eltern, einem höheren Alter des jüngsten Kindes, ausgeprägteren depressiven Symptomen, höheren wahrgenommenen psychosozialen Kosten der Kinder sowie einem geringeren sozioökonomischen Status assoziiert, nicht jedoch mit Beziehungsstatus, Geschlecht oder den wahrgenommenen Vorteilen der Elternschaft.
Schlussfolgerung
Zielgerichtete Informationskampagnen sollten junge Menschen über optimale Bedingungen für die Familiengründung und Aspekte der Lebensplanung aufklären, um bereuter Elternschaft vorzubeugen.