Über das Projekt
Partizipation als zentraler Wirkfaktor bei Erziehungshilfen
Partizipation und Mitbestimmung sind entscheidende Elemente professioneller Hilfen zur Erziehung in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Mit dem 2021 ratifizierten § 4a SGB VIII sind Jugendämter aufgefordert, die Selbstvertretungen von Eltern zu fördern. Der Großteil der Jugendämter ist aber noch nicht aktiv geworden (vgl. Strahl, 2024). Die Forschungslage weist hierzu erhebliche Lücken auf und die Perspektive von Fachkräften dazu ist noch unerforscht. Knuth und Krause (2024, 24f) können zeigen, dass Eltern nur an einem aktiven Austausch mit anderen Eltern Interesse zeigen, wenn sie positive Erfahrungen von Zugehörigkeit in der Jugendhilfe erleben konnten und wenn sich Eltern durch Fachkräfte einbezogen und gut informiert sehen. Es wird davon ausgegangen, dass die Zusammenarbeit mit Eltern von der Haltung der Fachkräfte abhängt und sich auf den Aufbau von Elternselbstvertretungen auswirkt.
Haltungen von Fachkräften erfassen und einordnen
Vor diesem Hintergrund wird das Projekt EstO Haltungen von Fachkräften gegenüber Elternselbstvertretungen erfassen und analysieren. Es werden fünf halbstrukturierte Gruppendiskussionen mit Fachkräften der Heimerziehung an unterschiedlichen Standorten durchgeführt. Die Diskussionen bilden die empirische Grundlage der Untersuchung und diese werden anschließend mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet, um zentrale Themen, Muster und Argumentationslinien der Fachkräfte herauszuarbeiten.
Impulse zur Förderung von Elternselbstvertretungen erarbeiten
Ziel der Studie ist die Untersuchung der professionellen Haltungen von Fachkräften gegenüber Elternselbstvertretungen und die Analyse der Faktoren, die diese beeinflussen. Die Ergebnisse können Impulse für die Förderung von Elternselbstvertretungen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe und möglicherweise erste Hinweise für Handlungsempfehlungen geben. Darüber hinaus wird das Projekt expliziten Bezug zur Lehre im Bachelorstudiengang der Soziale Arbeit haben, indem Studierende an einem Fachtag teilnehmen können sowie in an der Forschung beteiligt werden.
Das Projekt EstO wird an der Fachhochschule Dortmund im Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften durchgeführt, es wird durch die hochschulinterne Forschungsförderung (HIFF) der Fachhochschule Dortmund gefördert.
Kontakt & Team
Prof. Nicole Knuth, Dr.
- 0231 91124911
Meine Sprechzeiten finden Sie hier: https://www.ilias.fh-dortmund.de/ilias/goto_ilias-fhdo_prtf_1369623_1783.html
Den Link zur Videokonferenz erhalten Sie automatisch als Terminbestätigung per Mail.
Ich bitte um die Zusendung von erforderlichen Unterlagen 1-2 Tage vor dem Termin (bitte mit Angaben von Name, Anliegen und Datum des Termins).
Prof. Stefanie Rosenmüller, Dr.
- 0231 91124911
Im Semester: Mittwochs ab 9.30-11.00
Vorlesungsfreie Zeit: nach Vereinbarung per E-mail
Team
Benjamin Hantke (Öffnet in einem neuen Tab) , M.A. (bis 30.11.25 im Projekt EStO, jetzt im Folgeprojekt ElSe)
Celine Kramer , B.A. (Wissenschaftliche Hilfskraft)
Sonja Liere , M.A. (Wissenschaftliche Hilfskraft)
