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Werkstattverfahren zur Zukunft der FH Dortmund

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Kamen zum Auftakt des Werkstattverfahrens (v.l.n.r.): Svenja Stepper (Kanzlerin der FH Dortmund), Anke Richter (BLB NRW, Niederlassungsleiterin Dortmund), Gabriele Willems (Geschäftsführerin BLB NRW), Prof. Dr. Tamara Appel (Rektorin der FH Dortmund) und Stefan Szuggat (Planungsdezernent der Stadt Dortmund).

Wie kann der Campus der Fachhochschule Dortmund künftig aussehen? Mit dem Start eines mehrphasigen Werkstattverfahrens werden jetzt Ideen für die städtebauliche Entwicklung des Standorts gesammelt. Drei externe Planungsteams entwickeln Konzepte für einen modernen, vernetzten und nachhaltigen Campus. Studierende, Mitarbeitende sowie Anwohnerinnen und Anwohner wirken dabei aktiv mit.

Die FH Dortmund verfolgt das Ziel, ihre bislang auf verschiedene Standorte verteilten Bereiche perspektivisch am Standort Emil-Figge-Straße zu bündeln. Mit der Entwicklung der Fläche „Am Waarbaum“ soll ein zusammenhängender und zukunftsfähiger Campus entstehen, der Forschung, Lehre, Service, Verwaltung und Begegnung stärker miteinander verbindet. Hierfür sollen in einem gemeinsamen Werkstattverfahren möglichst konkrete Ideen für die Zukunft der Hochschule entwickelt werden. Die Verantwortung für das Werkstattverfahren liegt beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW), der Fachhochschule Dortmund und der Stadt Dortmund gemeinsam.  

Im Mittelpunkt der jetzt startenden Planungen stehen kurze Wege, eine erkennbare Campusmitte und attraktive Freiräume. Gleichzeitig soll der Campus besser mit der Technischen Universität Dortmund, den angrenzenden Quartieren und dem Landschaftsraum vernetzt werden. Aspekte wie Klimaanpassung, Regenwasserbewirtschaftung und eine nachhaltige Erschließung mit ÖPNV und Fahrrad spielen dabei eine wichtige Rolle. 

„Mit dem Werkstattverfahren schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung des Hochschulstandorts. Gemeinsam mit der FH Dortmund und der Stadt Dortmund wollen wir Lösungen entwickeln, die moderne Anforderungen an Lehre und Forschung mit einem qualitativen städtebaulichen Konzept verbinden. Die vielfältigen Perspektiven und Ideen aus dem Verfahren werden dabei wichtige Impulse für die weitere Planung geben“, sagt BLB-NRW-Geschäftsführerin Gabriele Willems.

Werkstattverfahren mit Beteiligung der Öffentlichkeit

Die Fläche „Am Waarbaum“

Im Werkstattverfahren entwickeln die drei beteiligten Planungsteams eine qualifizierte städtebauliche Gesamtkonzeption für den Campus. Im Fokus stehen konkrete, umsetzbare Strukturen, in denen die aktuellen und künftigen räumlichen Bedarfe der Hochschule abgebildet werden können. „Ein gemeinsamer Campus ist ein Meilenstein für die FH Dortmund. Indem wir unsere Fachbereiche an einem Ort bündeln, stärken wir das interdisziplinäre Arbeiten und schaffen einen lebendigen Ort für Lehre, Forschung und Begegnung. Diesen neuen Campus gestalten wir von Anfang an gemeinsam mit unseren Studierenden und Beschäftigten“, sagt Prof. Dr. Tamara Appel, Rektorin der FH Dortmund.

Ein wichtiger Bestandteil des Werkstattverfahrens ist die Beteiligung der Menschen vor Ort. Studierende und Mitarbeitende der FH Dortmund sowie Anwohnerinnen und Anwohner wurden vorab eingeladen, ihre Perspektiven, Hinweise und Ideen in den Prozess einzubringen. Ziel des Verfahrens ist eine gemeinsame Entwicklungsperspektive für den Campus.  Den Auftakt dafür bildete ein öffentliches Forum im Auditorium der „kostBar“ auf dem Campus Emil-Figge-Straße.

Jury kürt Sieger-Entwurf

In den Wochen nach dem ersten Forum folgt die Bearbeitungsphase, in der sich die Beteiligten austauschen und die drei Planungsteams die Ideen in Konzepte überführen. Am Ende des Werkstattverfahrens steht ein weiteres öffentliches Forum Ende November. Bei diesem werden die finalen Entwürfe vorgestellt, diskutiert und bewertet. Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des BLB NRW, der FH Dortmund, der Stadt Dortmund sowie externen Fachleuten begleitet den gesamten Prozess und empfiehlt am Ende einen Entwurf als Grundlage für die weitere Planung. „Die Entwicklung des FH-Campus ist eine große Chance für den Hochschulstandort Dortmund. Für die Fläche erwarten wir hohe Qualität in Städtebau, Freiraum und Architektur. Wir sind deshalb sehr gespannt auf die Ideen, die in der Werkstatt entwickelt werden. Mit der Zusammenführung der FH-Standorte auf dem Campus bieten sich gleich mehrere Chancen: Der Campus erhält eine neue Eingangsadresse an der Emil-Figge-Straße und zur Dorstfelder Allee. Perspektivisch verknüpft sich der Standort mit der neuen H-Bahn-Trasse und der neuen Bibliothek und schafft damit auch einen neuen Schwerpunkt im Campusgeschehen“, sagt Stefan Szuggat, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen der Stadt Dortmund.