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Angewandte Sozialwissenschaften

Prof. Dr. Katja Nowacki in ZDF-Sendung „TerraXplore“

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Prof. Dr. Katja Nowacki, Dekanin des Fachbereichs Angewandte Sozialwissenschaften, bringt in der Sendung ihre Expertise aus der Forschung ein.

Wie wichtig sind Väter? Und was macht einen guten Vater aus? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe von „TerraXplore“, in der Prof. Dr. Katja Nowacki wissenschaftliche Einordnungen liefert.

Psychologe Leon Windscheid geht in der ZDF-Sendung dem „Vatersein“ auf den Grund und will herausfinden, wie Väter ihre Kinder prägen. Dafür hat er sich mit den Wintersportlegenden Christian (Vater) und Felix (Sohn) Neureuther in den bayerischen Bergen getroffen, mit Wissenschaftler*innen gesprochen und ein Studio-Experiment gewagt.

Prof. Nowacki, Dekanin des Fachbereichs Angewandte Sozialwissenschaften, bringt in der Sendung ihre Expertise aus der Forschung ein. Sie betont die besondere Bedeutung verlässlicher Beziehungen in der Kindheit und unterstreicht, dass frühe Bindungserfahrungen das spätere Leben prägen, dass zugleich aber auch Veränderungen möglich sind. „Wir sind nicht dafür verantwortlich für das, was uns alles beeinflusst hat, aber wir sind verantwortlich, was wir damit machen“, erklärt die Wissenschaftlerin. „Wir sehen in der Bindungsforschung, dass frühe Beziehungs- und Bindungserfahrungen uns beeinflussen, dass wir aber durchaus auch Dinge verändern können.“ Aus Sicht der Forscherin ist deshalb auch wichtig, Elternbeziehungen differenziert zu betrachten.

Prof. Nowacki hat in einer Studie mit Vätern gesprochen, die selbst eine Kindheit mit Bindungsbrüchen erlebt haben. In „Vaterschaft zwischen Investment und Verweigerung: Broken-home-Erfahrungen und väterliche Kompetenz“ (PubliDo) (Öffnet in einem neuen Tab)  geht sie der Frage nach, wie sich diese Erfahrungen auf die eigene Rolle als Vater auswirken. Ein Ergebnis: Väter mit eigenen traumatischen Kindheitserfahrungen, oft aus Jugendhilfekontexten, zeigen trotz höherer psychischer Belastung eine starke Motivation für eine gute Vater-Kind-Beziehung. 

Spannend sind auch die Ergebnisse einer Studie zum eigenen Männlichkeitsbild. Darin widerlegen Prof. Nowacki und Prof. Dr. Katja Sabisch von der Ruhr-Universität Bochum die These, dass Kinder, die ohne Vater aufwachsen, kein „richtiger Mann“ werden. 

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