Bei MUTSPRUNG handelt es sich um ein im BMFTR-Förderschwerpunkt „Wissenschafts- und Hochschulforschung (WiHo)“ gefördertes Verbundprojekt, welches von acht Hochschulen und dem Promotionskolleg in Nordrhein-Westfalen durchgeführt wird. Im Rahmen des Projekts werden individuelle und kontextuelle Risiko- und Schutzfaktoren in Bezug auf die psychische Gesundheit von Studierenden und Promovierenden untersucht. Ziel ist die Identifikation von personenbezogenen und strukturellen Resilienzfaktoren und damit einhergehend das Ableiten von Handlungsempfehlungen für die Praxis.
Die Fachhochschule Dortmund unterstützt hierbei als Kooperationspartner im Verbund. Die organisatorische Leitung übernimmt dabei das CSR-Office in Form von Sebastian Kreimer. Die Hauptaufgabe liegt bei der Organisation der Befragung in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsmanagement (Ann-Kathrin Zobel) und der Evaluationsstelle (Magareta Nasched). Als inhaltliche Ansprechpartnerin für das Verbundprojekt ist an der FH Dortmund Frau Prof.in Dr.in Stefanie Kuhlenkamp tätig.
Das Verbundprojekt besteht aus vier Teilprojekten (TP) mit unterschiedlichen Fragestellungen und verschiedenen quantitativen und qualitativen Methoden, die eine umfassende Darstellung der psychischen Gesundheit von Studierenden und Promovierenden ermöglichen.
Beim TP 1 (HS Bochum) werden Studien- und Promotionsbedingungen analysiert, die förderlich für die Gesundheit sind und Voraussetzungen und Empfehlungen zur Herstellung dieser gesundheitsförderlichen Bedingungen/einer Gesundheitsförderungskultur an Hochschulen erstellt.
Das TP 2 (FH Münster) erforscht den Zusammenhang von psychischen Belastungen und Gesundheitsproblemen und individuellen Schutz- und Risikofaktoren der Studierenden und Promovierenden. Hierfür werden neben soziodemographische Daten auch das Einsamkeitserleben, die Neigung zur Rumination und die Mental Health Literacy einbezogen.
TP 3 (Ruhr-Universität Bochum (RUB)) befasst sich mit den Auswirkungen von potenziell vulnerablen Phasen und Übergängen im Student Life Cycle auf die psychische Gesundheit und legt dabei den thematischen Schwerpunkt auf die Potenziale des Studentischen Gesundheitsmanagements, digitalen Interventionen zur psychischen Gesundheit, den Einfluss räumlicher Faktoren an den Hochschulen sowie auf potenziellen Ungleichheitsfaktoren.
Beim TP 4 (Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho)) werden psychische Barrieren im Hinblick auf die Teilhabe am Studium untersucht. Der Fokus liegt auf den zu erbringenden Prüfungsleistungen, der Digitalisierung des Studiums, sozialen Beziehungen und Systeme sozial-kulturellen Geschehens.
Durch die Mitwirkung der Fachhochschule Dortmund und weiteren teilnehmenden Hochschulen (FH Südwestfalen, HS Bonn-Rhein-Sieg, TH Georg Agricola Bochum (THGA), Hochschule Darmstadt und RheinMain) sowie dem Promotionskolleg NRW und dem Promotionszentrum für Soziale Arbeit können knapp 130.000 Studierende und über 5.000 Promovierende erreicht werden. Dies ermöglicht eine umfangreiche Darstellung der heterogenen Lebensrealitäten der Studierenden und Promovierenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Regionen bzw. in verschiedenen Phasen des Student Life Cycles. Weitere Aufgaben der FH Dortmund im Rahmen des Verbundprojekts sind die Mitwirkung an der Instrumentenentwicklung, die Diskussion der Ergebnisse sowie die Beteiligung an den Handlungsempfehlungen für die Praxis und deren Verbreitung.